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  • Die Lern- und Erlebniswelt
    in Heilbronn!
Umfangreiche Kooperation zwischen experimenta und Agentur für Arbeit Heilbronn beschlossenAm 29. Mai 2017 unterzeichneten Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta gGmbH und Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn, einen weitreichenden Kooperationsvertrag. Sie bekräftigten damit die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit und setzen ein Zeichen für die Ausweitung der Kooperation. Eine erfolgreiche Kooperation besteht bereits auf zahlreichen Feldern, wie dem Berufsorientierung-Tag in der experimenta, verschiedenen Laborangeboten zur Ausbildungs- und Berufsfindung, der Durchführung der Mädchen-Technik-Messe in der experimenta mit Präsentation verschiedener Arbeitgeber und Ausbildungsberufe und dem Talente-Check, bei dem Jugendlichen in der experimenta die Möglichkeit gegeben wird, die eigenen Stärken an ausgewählten Exponaten zu testen. Nach der Neueröffnung der experimenta im Frühjahr 2019 wird das erfolgreiche Konzept der Talentsuche u.a. in Zusammenarbeit mit dem ZNL (Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm) nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiter verbessert. Im Zuge dessen wird auch die Zusammenarbeit der experimenta mit der Agentur für Arbeit intensiviert. Die Auswertung des individuellen Talente- und Stärkenprofils dient dann als Grundlage für ein gezieltes Beratungsgespräch in der Arbeitsagentur. Dieses Kooperationsmodell ist in dieser Form einzigartig.

Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Heilbronn, zieht daher ein sehr positives Resümee: „Junge Menschen sind in Ausbildung und Beruf erfolgreicher, wenn sich die Berufswahl an ihren Talenten orientiert. Diese lassen sich in der experimenta entdecken und erproben. Wie Talente später in der Ausbildung und im Beruf eingesetzt werden können, ist dann ein zentrales Thema für das Gespräch in unsrer Berufsberatung.“ Auch Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta, sieht in der Kooperation einen wichtigen Beitrag für die Berufsorientierung: „Für junge Menschen ist die Berufswahl eine der wichtigsten Entscheidungen. Die Kooperation trägt dazu bei, dass diese Entscheidung mit größerer Sicherheit getroffen werden kann. Beratung und spielerisches Herausfinden der eigenen Stärken ergänzen sich hier in idealer Weise.“
Super Science Slam heißt ein spannendes und unterhaltsames Erlebnisformat, das die experimenta am 24. Mai bereits zum vierten Mal in Heilbronn präsentierte. Vor ausverkauften Rängen traten auch diesmal wieder sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland in der Aula des Bildungscampus in einem unterhaltsamen Wissenswettstreit gegeneinander an.

Es ist eine hohe Kunst, Wissen packend rüberzubringen. Vorgabe ist es, das eigene Forschungsthema in zehn Minuten so unterhaltsam zu präsentieren, dass die Zuschauer mitgerissen werden. Zur Veranschaulichung werden originelle Illustrationen und skurrile Beispiele benutzt. Gibt es Vampire? Was machen Millionen Bakterien in einem Tropfen Wasser und wieso redet der Informatiker Johannes Kretschmar in seinem Slambeitrag über Autos, obwohl er davon überhaupt keine Ahnung hat?

Zur Beantwortung solcher und anderer Fragen wagten sich drei redegewandte Wissenschaftlerinnen und drei ihrer männlichen Kollegen beim 4. Super Science Slam auf die Bühne der ausverkauften Aula auf dem Bildungscampus. Der Heilbronner Forscher-Wettstreit, der von der experimenta in Kooperation mit der Zeitschrift bild der wissenschaft entwickelt wurde, soll naturwissenschaftliche Themen anschaulich vermitteln und gilt in Deutschland als eine Art Champions Cup: Die Gewinner verschiedener Stadt-, Regional- und Bundeswettbewerbe trafen an diesem Abend aufeinander.

Unterhaltungstalent André Lampe, selbst Slammer und Moderator, führte das Publikum mit viel Witz durch den Abend. Furios startete bereits der erste Slammer David Fußhöller, Biologe an der Universität Köln, zum Thema „Biochemie während der Zigarette danach“. Seine anschaulichen Erläuterungen über den beschwerlichen Weg des Spermiums zur Eizelle mit Beispielen aus der Raketentechnik und dem Hochleistungssport sorgten beim Publikum für Lachsalven und werden sicherlich allen Zuschauern in lebhafter Erinnerung bleiben. Julia Schnetzler vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie Bremen weihte die Zuhörer in das Geheimnis der Millionen von Mikroorganismen in einem Wassertropfen ein. Was die verschiedenen Bakterienarten im Meerwasser so treiben und wie diese wissenschaftlich erforscht werden, erläuterte Julia Schnetzler witzig und verständlich anhand von Leuchtsignalen mit dem Publikum. Mit ihrem aufschlussreichen Vortrag „Ist das Deutsch oder kann das weg“ traf die Berliner Soziolinguistin Diana Marossek beim Publikum ins Schwarze. In dem von ihr benannten und anhand vieler Feldstudien erforschten „Kurzdeutsch“ gehen Menschen Kino, beenden jeden Satz mit „ich schwöre“ oder bezeichnen sich gegenseitig als Opfer oder Knecht. Die begeisterten Reaktionen des Publikums zeigten deutlich, dass viele Anwesende die beschriebenen Sprachphänomene aus ihrem eigenen Alltag wiedererkannten. Auch nach der Pause ging es unterhaltsam weiter. Beim Thema „Wein – eine bedrohte Art“ des Bauingenieurs Andreas Schäfer aus Karlsruhe wurde das fachkundige Heilbronner Publikum naturgemäß hellhörig. Die Weinliebhaber unter den Besuchern erfuhren, dass der wertvolle Traubensaft weltweit durch verschiedene Naturgefahren gefährdet ist und jährlich große Verluste zu verzeichnen hat. Über Frankensteins Elektroauto forscht der Informatiker Johannes Kretzschmar von der Universität Jena. Auf unterhaltsame Art stellte er dar, wie er mit zahlreichen unverständlichen Formeln ein Reichweitenmodell für ein Elektrofahrzeug modellieren kann, obwohl er wirklich überhaupt keine Ahnung von Autos hat. Als letzte Slammerin im Wettbewerb sorgte die Wissenschaftsjournalistin Angelika Frank mit der Schilderung von Vampiren, Wiedergängern und malträtierten Leichnamen für Gruselmomente in der abgedunkelten Halle. Sie entführte die gebannt lauschenden Zuhörer auf alte Friedhöfe und in geöffnete Gräber und präsentierte Allzweckwaffen im jahrhundertealten Kampf gegen die Untoten.

Nach einem lehrreichen und sehr kurzweiligen Abend entschied das Publikum, wer am Ende die begehrte Trophäe „Goldenes Gehirn“ mit nach Hause nehmen durfte. Das Konzept ging auch dieses Jahr wieder auf: Hin- und hergerissen zwischen Lachen und Staunen bewerteten die knapp 500 begeisterten Zuschauer die einzelnen Slammer mit tosendem Applaus. In einem knappen Wettbewerb kürte das Publikum Diana Marossek mit 104 Dezibel zur Siegerin und damit zur Gewinnerin des „Goldenen Gehirns“.

„Es war wieder eine tolle Kooperation zwischen experimenta, Bild der Wissenschaft und Wissenschaft im Dialog, die wir sicherlich auch in Zukunft fortsetzen werden“, sagte Dr. Wolfgang Hansch, Geschäftsführer der experimenta.

Das Bild zeigt die Gewinnerin Diana Marossek
Vom 8. – 11. Mai fand in der experimenta das MINT-EC-Camp zum Thema Molekularbiologie statt. Das Forschungscamp vermittelte für 18 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerkes die gängigen Experimente der Molekularbiologie mit dem Ziel, selbst einen Teil eines Bakteriums zu klonen.

Ziel des Kurses war die Klonierung einer interessanten Region aus dem Bakteriophagen Lambda in einen Plasmidvektor. Die Eigenschaften von DNA und Proteinen, ihre Isolierung, Vervielfältigung und Manipulation wurden theoretisch und auch praktisch untersucht. Nach der Überprüfung der Ergebnisse am letzten Tag gab es zum Abschluss noch ein spektakuläres Überraschungsexperiment. Gemeinsame Mahlzeiten und ein buntes Rahmenprogramm, wie der Besuch der Dauerausstellung der experimenta sowie ein Abend in der Kletterarena, rundeten diesen anspruchsvollen Kurs ab.

Jasmin Heermann von MINT-EC Berlin zeigte sich vom Verlauf des Camps in der experimenta begeistert: „Das MINT-EC-Camp Molekularbiologie im Science Center experimenta war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Die umfassende fachliche Begleitung durch den gesamten Prozess des Experiments sowie der Wechsel zwischen Theorie und Praxis wurden von den Teilnehmenden als besonders wertvoll angesehen. Die Konzeption und das hohe Niveau des Kurses waren für unsere engagierten und interessierten MINT-EC-Schülerinnen und Schüler passend und führte zu einer hervorragenden Arbeitsatmosphäre in und außerhalb des Labors.“

Bild: ©MINT-EC

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). MINT-EC arbeitet eng mit regionalen Bildungsinitiativen zusammen und bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.