Marketinginstrument Farbe – Zeichen und Werte der visuellen Kommunikation

Dienstag, 01.10.2013, 19:30 Uhr
Sehen ist die schnellste Form der Informationsvermittlung.
In Bruchteilen von Sekunden teilen uns Farben, Formen und Oberflächen emotional und intuitiv Wesentliches über unser/en Gegenüber mit. Aufmerksamkeit wird erweckt; Assoziationen, Empfindungen und Gefühle werden erzeugt sowie Bedeutungen und Werte interpretiert. Wie funktioniert diese nonverbale Kommunikation? Welche Rolle spielen Konventionen und kulturelle Entwicklungsprozesse? Auf Basis seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung gibt der Farbexperte Christoph Häberle einen Einblick in die Funktion und in den Gebrauch des Marketinginstruments Farbe.

Prof. Dr. Christoph Häberle, Hochschule der Medien (HDM), Stuttgart

Wie die Farbe in den Kopf kommt

Dienstag, 05.11.2013, 19:30 Uhr
Die Wahrnehmung von Farben ist eine zentrale Komponente der visuellen Wahrnehmung.
Farbe erleichtert die Wahrnehmung und das Wiedererkennen von Objekten. Farbe spielt daher auch eine wichtige Rolle in unserem visuellen Gedächtnis. Aktuelle Studien zeigen, dass Farbe im Gehirn nicht isoliert, sondern gemeinsam mit Informationen über Helligkeit und Form verarbeitet wird. So erzielen wir eine möglichst genaue und robuste Repräsentation der visuellen Welt. Welche Mechanismen in unserem Gehirn spielen dabei für die Farbwahrnehmung eine entscheidende Rolle? Einen Einblick in die aktuelle Forschung gibt der Experimentalpsychologe Karl Gegenfurtner, der in den vergangenen Jahren maßgeblich zur Erforschung der Verarbeitung von Farbinformation im Gehirn beigetragen hat.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Zellner, Universität Duisburg

Bestimmt unsere Muttersprache, wie wir Farben wahrnehmen?

Dienstag, 03. Dezember 2013, 19:30 Uhr
Wie beeinflusst Sprache unsere Wahrnehmung und unser Denken?
Diese Frage wird in der Wissenschaft schon seit Langem heftig diskutiert. Zentraler Ausgangspunkt ist dabei die Wahrnehmung von Farben in verschiedenen Kulturen. Kann man im Russischen – wo zwischen dunklem und hellem Blau sprachlich explizit unterschieden wird – womöglich einfacher unterschiedliche Blautöne wahrnehmen als im Deutschen? Im Vortrag werden einige Experimente aus diesem Bereich vorgestellt und die Schlussfolgerungen für die Ausgangsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Sprache und Denken erörtert.

Prof. Dr. Holden Härtl, Universität Kassel

Farbensehen bei Tier und Mensch

Dienstag, 07. Januar 2014, 19:30 Uhr
Ein hoch entwickeltes Farbensehen ist im Tierreich weit verbreitet.
Allerdings gibt es dabei auch erhebliche Differenzen. Das Spektrum kann beispielsweise in den UV- oder auch den Infrarot-Bereich verschoben sein. Farbwahrnehmung kann auf zwei, drei oder vier verschiedenen Zapfentypen basieren, in Einzelfällen können es sogar noch mehr sein. Um der komplexen Farbwahrnehmung bei Tieren auf die Spur zu kommen, sind aufwändige Verhaltensexperimente notwendig. Der Vergleich der visuellen Systeme verschiedener Tiere, die sich im Laufe der Evolution über Jahrmillionen entwickelt haben, liefert Hinweise auf allgemeine Prinzipien des Sehens.

Prof. Dr. Christa Neumeyer, Universität Mainz

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experimenta Heilbronn

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